KI erkennt Herzschwäche in Sekunden per normalem EKG
In einer Studie mit 67.000 Patienten fand eine KI-Auswertung von Herzstrom-Messungen Herzschwäche und Herzklappenfehler.

Ein EKG, eine Messung der elektrischen Signale des Herzens, gehört zu den häufigsten Untersuchungen der Medizin: Rund eine Milliarde werden jedes Jahr weltweit durchgeführt. Es zeigt Herzrhythmus und Herzschlag, aber zwei häufige Probleme blieben ihm bisher verborgen: Herzschwäche und Herzklappenfehler. Für eine sichere Diagnose brauchte es bisher eine Ultraschalluntersuchung des Herzens, einen Termin, auf den Patientinnen und Patienten in vielen Gesundheitssystemen monatelang warten.
Ein Team des Imperial College London hat eine KI mit Millionen Patientendaten trainiert, die genau diese beiden Probleme direkt aus den vorhandenen EKG-Werten herausliest, ohne zusätzliche Untersuchung. In einer Studie mit 67.000 Patienten in den USA erkannte sie bis zu 81 Prozent der Herzschwäche-Fälle und bis zu 90 Prozent der Herzklappenfehler, in unter zwei Sekunden pro Auswertung. Die Technik ersetzt keine Diagnose, aber sie hilft zu erkennen, wer zuerst zum Ultraschall muss. Die Kardiologin Sonya Babu-Narayan von der British Heart Foundation nennt sie ein Werkzeug, um genau die Patienten vorzuziehen, bei denen ein Herzfehler am wahrscheinlichsten ist.
Beide Erkrankungen lassen sich behandeln, und je früher, desto besser stehen die Chancen. Die Forschungsgruppe baut deshalb bereits das nächste Gerät: ein tragbares EKG mit eingebauter KI-Auswertung direkt in der Hausarztpraxis. Für Patientinnen und Patienten heißt das im besten Fall: eine Antwort in zwei Sekunden statt eine Wartezeit von Monaten.
Belegt durch
- Archiv vor September 2026, nicht nach heutigem Verfahren geprüft. Berichtet von The Optimist Daily.
- KI-generierte Illustration. Zeigt nicht den Ort der Geschichte.