Ökologie

Ausgerechnet Trump-Staaten führen beim US-Solarausbau

Im zweiten Quartal 2026 wuchs die US-Solarleistung um 45 Prozent, angeführt von Bundesstaaten, die als solarskeptisch gelten.

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Im zweiten Quartal 2026 wuchs die US-Solarleistung um 45 Prozent, angeführt von Bundesstaaten, die als solarskeptisch gelten.

Texas und Florida bauen derzeit mehr neue Solarparks als Kalifornien. Beide Staaten haben zuletzt für Donald Trump gestimmt, dessen Regierung die Solarförderung auf Bundesebene erschwert und Steuergutschriften gekürzt hat. Trotzdem zählen acht der zehn US-Bundesstaaten mit dem stärksten Solarzubau zu den Trump-Staaten, wie ein neuer Bericht der Solar Energy Industries Association zeigt.

Für viele in Deutschland gilt saubere Energie als ein Anliegen progressiver Mehrheiten. Die US-Zahlen widerlegen dieses Bild: Der Ausbau folgt hier nicht der Parteifarbe, sondern dem Geschäft. Freies Land, schnelle Genehmigungen und ein wachsender Strombedarf durch neue Fabriken und Rechenzentren machen Solarstrom in Texas oder Arizona einfach billig und schnell verfügbar. "Republikanisch geführte und regierte Staaten sind offen für Solarenergie als Technologie", sagt Tim Pawlenty, Chef des Branchenverbands und früherer republikanischer Gouverneur von Minnesota.

Die Größenordnung ist national spürbar: Im zweiten Quartal 2026 kamen in den USA mehr als 11 Gigawatt Solarleistung hinzu, 45 Prozent mehr als im Vorjahr. Fast drei Viertel davon entstanden in Staaten, die Trump gewählt haben.

Sicher ist die Entwicklung nicht. Die Steuergutschriften aus dem Infrastrukturgesetz von 2022 liefen für die meisten neuen Solarparks am 4. Juli 2026 aus. Das trieb kurz vor der Frist einen Bauboom an. Für private Dachanlagen dürften die Aussichten in den kommenden Jahren dadurch schwieriger werden.

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Archiv vor September 2026, nicht nach heutigem Verfahren geprüft. Berichtet von Grist.