Ökologie

Probiotika helfen hitzegestressten Korallen im Roten Meer

In einem 15-tägigen Freilandversuch im Roten Meer halfen zwei Bakterienmischungen hitzegeschädigten Korallen, sich zu erholen.

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In einem 15-tägigen Freilandversuch im Roten Meer halfen zwei Bakterienmischungen hitzegeschädigten Korallen, sich zu erholen.

Fünfzehn Tage lang war das Wasser im zentralen Roten Meer heißer, als die Korallen dort vertragen: bis zu 31,9 Grad, mitten in einer echten Hitzewelle im Jahr 2022. Genau in dieser Zeit testete ein Forschungsteam der König-Abdullah-Universität für Wissenschaft und Technologie in Saudi-Arabien, ob Bakterien geschwächten Korallen helfen können. Sie behandelten die Korallenart Acropora mit zwei Mitteln: lebenden Probiotika, also nützlichen Bakterien aus gesunden Korallen, und Post-Biotika, den abgetöteten, aber noch wirksamen Bestandteilen dieser Bakterien. Beide Varianten hatten zuvor nur im Aquarium und vor Florida funktioniert. Nach den fünfzehn Tagen war das Ergebnis eindeutig: Eine Probiotika-Mischung und eine Post-Biotika-Mischung verbesserten die Gesundheit der Korallen deutlich, obwohl das Wasser weiter zu warm blieb. Die Forscherinnen erkannten das an der Farbe der Korallen, blasse, sogenannte gebleichte Korallen sind geschwächt, und an der Leistung der Algen, die in ihnen leben. Bei den mit Post-Biotika behandelten Korallen breitete sich außerdem der Bakterienstamm Cobetia aus, der bekannt dafür ist, Hitze besser zu vertragen. Mitautorin Erika Santoro sagt, Post-Biotika seien besonders vielversprechend, weil sie sich leichter lagern und transportieren lassen als lebende Bakterien. Die Studie, veröffentlicht im Fachjournal Cell Reports, ist damit der erste Beleg, dass Bakterientherapie draußen im offenen Meer wirkt und nicht bloß im Aquarium eines Labors.

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Archiv vor September 2026, nicht nach heutigem Verfahren geprüft. Berichtet von Good News Network.

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