Ökologie

Freiwillige helfen Bangladesch, Wildtier-Verbrecher zu fassen

Seit 2012 gab es über 3.000 Razzien gegen Wildtier-Schmuggler – die meisten dank Tipps ehrenamtlicher Helfer.

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Seit 2012 gab es über 3.000 Razzien gegen Wildtier-Schmuggler – die meisten dank Tipps ehrenamtlicher Helfer.

In Bangladesch übernimmt eine kleine Gruppe ehrenamtlicher Tierfreunde eine Aufgabe, für die der Staat kaum eigenes Personal hat: die Verfolgung von Wildtierkriminalität. Die meisten von ihnen sind junge Menschen, verteilt über das ganze Land, die der Forstbehörde dabei helfen, gestresste Tiere in Fallen, Käfigen oder Gehegen von Wilderern und Schmugglern aufzuspüren.

Offiziell beauftragt oder bezahlt sind sie nicht. Trotzdem teilen sie Hinweise über mögliche Straftaten, begleiten oft die Wildtier-Inspektoren der Behörde, treten als verdeckte Käufer auf, begeben sich an Tatorte und helfen sogar dabei, Täter festzunehmen – alles freiwillig und unter teils gefährlichen Bedingungen.

Die 2012 gegründete Wildlife Crime Control Unit (WCCU) der Forstbehörde hat zwischen Juli 2012 und März 2026 mehr als 3.000 Razzien gegen Wildtierkriminelle durchgeführt. Fast alle davon wurden auf Basis von Hinweisen der Freiwilligen geplant.

„Freiwillige sind unsere wichtigsten Partner [beim Naturschutz]“, zitiert Mongabay den obersten Forstdirektor Md Amir Hosain Chowdhury.

Auch die Regierung Bangladeschs hat diese Zusammenarbeit inzwischen offiziell gewürdigt: Die WCCU und der Wildtierfotograf und Naturschützer Faisal Bin Azad, besser bekannt als Adnan Azad, wurden am 9. Juli mit den National Wildlife Conservation Awards 2026 ausgezeichnet.

Azad zählt zu den Pionieren nichtstaatlicher Naturschutzkampagnen im Land und war selbst einer der ersten Freiwilligen der WCCU.

Ein Bild aus dem November 2025 zeigt, wie lokale Freiwillige und Forstbeamte gemeinsam mit einer Verwaltungsbeamtin posieren, nachdem zwei Verdächtige mit einem illegal gehaltenen Makaken festgenommen worden waren.

Das Beispiel zeigt, dass Naturschutz in Ländern mit begrenzten staatlichen Ressourcen oft nur funktioniert, wenn Bürger selbst Verantwortung übernehmen – und dass ein Staat diese Arbeit anerkennen und absichern kann, statt sie zu ignorieren.

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Primärquelle
Archiv vor September 2026, nicht nach heutigem Verfahren geprüft. Berichtet von Mongabay.