FDA lässt neue Therapie gegen fortgeschrittenen Prostatakrebs zu
Neue Wirkstoffkombination für Prostatakrebs erhält US-Zulassung

Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat eine neue Wirkstoffkombination gegen eine fortgeschrittene Form von Prostatakrebs zugelassen. Betroffen sind erwachsene Patienten, deren Tumor eine bestimmte Mutation in sogenannten HRR-Genen trägt, die die DNA-Reparatur der Zellen beeinflusst.
Grundlage der Entscheidung ist eine randomisierte, placebokontrollierte Studie, in der die Kombination aus Talazoparib und Enzalutamid gegen Enzalutamid allein getestet wurde. Nach Angaben der FDA verlängerte die Kombination das progressionsfreie Überleben gegenüber der Vergleichsgruppe deutlich, bei einem im Studienbericht ausgewiesenen Hazard Ratio von unter eins zugunsten der neuen Therapie.
Die Zulassung schließt die notwendigen Begleitdiagnostika ein, mit denen Ärzte feststellen können, ob ein Patient die passende Genmutation trägt. Damit steht Patienten mit dieser speziellen Krebsform ab sofort eine zusätzliche Behandlungsoption zur Verfügung.
Belegt durch
- U.S. Food and Drug Administration
„599 patients with HRR gene-mutated mAPMN/S prostate cancer were randomized 1:1 to receive enzalutamide plus either talazoparib or placebo“
- KI-generierte Illustration (Modell Seedream 4.5). Zeigt nicht den Ort der Geschichte. Das Bild zeigt generische Tabletten und keine reale Abbildung des tatsächlich zugelassenen Medikaments.
Im großen Bild
- Gesundheit
- In der Zulassungsstudie sanken die Progressionsrisiken bei 599 Patientinnen und Patienten deutlich, verglichen mit einem medianen progressionsfreien Überleben von 45,8 Monaten in der Vergleichsgruppe ohne Talazoparib.
- Zielgerichtete Wirkstoffkombinationen gegen bestimmte Genmutationen sind einer der Wege, auf denen sich die Behandlungsmöglichkeiten bei fortgeschrittenem Prostatakrebs verbessern.