Gesundheit

3.000 Menschen in der Karibik sehen dank Gratis-OPs wieder

Grauer Star trübt die Augen – in nur 12 Tagen gaben kostenlose Operationen in Trinidad 3.000 Menschen ihr Augenlicht zurück.

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Grauer Star trübt die Augen – in nur 12 Tagen gaben kostenlose Operationen in Trinidad 3.000 Menschen ihr Augenlicht zurück.

Grauer Star gehört weltweit zu den häufigsten Ursachen für Erblindung: Mit dem Alter trübt sich die Augenlinse langsam ein, bis Betroffene irgendwann kaum noch etwas erkennen können. Medizinisch ist das Problem eigentlich gut lösbar – ein kurzer chirurgischer Eingriff tauscht die trübe Linse gegen eine künstliche aus –, doch wo die Operation Geld kostet, das viele Menschen nicht haben, bleibt der graue Star oft unbehandelt.

In Trinidad und Tobago hat ein zwölftägiger chirurgischer Kraftakt genau dieses Problem angegangen. Zwischen dem 14. und 26. Mai operierte ein Team aus freiwilligen Ärztinnen und Ärzten am Gemeindekrankenhaus im Ort Cocorite insgesamt 3.000 Menschen – kostenlos. Organisiert wurde die Aktion von der Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten gemeinsam mit den Hilfsorganisationen Hands International und Eyes for India.

Möglich wurde das enorme Tempo durch eine spezielle Hochvolumen-Operationstechnik, die der Präsident von Eyes for India entwickelt hat: Bis zu 450 Eingriffe pro Tag konnte das Team damit durchführen. „Wenn wir die Linse austauschen, sehen die Menschen wieder. Farben werden schärfer, die Nachtblindheit verbessert sich. Es verändert die Lebensqualität", sagte der aus Tobago stammende Arzt Reynold Agard, Präsident von Hands International.

Neben grauem Star behandelte das Team auch das sogenannte Pterygium, umgangssprachlich „Surfer-Auge" genannt – ein gutartiges Wachstum auf der Augenoberfläche, das durch jahrelange Sonnen-, Wind- und Staubeinwirkung entsteht und unbehandelt die Sicht einschränken kann.

Die meisten Patientinnen und Patienten waren zuvor nie augenärztlich untersucht worden, wieder aus Kostengründen. Die größte organisatorische Herausforderung für die Freiwilligen bestand deshalb darin, vor Ort schnell zu entscheiden, wer noch eine Voruntersuchung brauchte und wer direkt operiert werden konnte.

Ursprüngliches Ziel der Aktion waren rund 4.000 Operationen; mit 3.000 tatsächlich durchgeführten Eingriffen kam das Team diesem Ziel in nur zwölf Tagen bereits sehr nahe. Die meisten Operationen liefen minimalinvasiv ab, sodass Patientinnen und Patienten schon kurz danach wieder nach Hause entlassen werden konnten – mit spürbar besserem Sehvermögen.

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Archiv vor September 2026, nicht nach heutigem Verfahren geprüft. Berichtet von Good News Network.

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